Die Kokille ist die wassergekühlte Kupferform einer Stranggießanlage. In ihr erstarrt der flüssige Stahl am Rand zu einer festen Schale, die den Strang trägt.
Aufbau und Funktion
Für Knüppel und Vorblöcke ist die Kokille ein Kupferrohr mit dem Querschnitt des Strangs, für Brammen besteht sie aus vier Kupferplatten. Außen strömt Kühlwasser mit hoher Geschwindigkeit vorbei. Die Innenseite ist oft mit Nickel oder Chrom beschichtet.
Während des Gießens schwingt die Kokille auf und ab, damit die Schale nicht anhaftet. Gießpulver oder Öl schmiert zwischen Stahl und Kupfer. Das Maß der Kokille verjüngt sich nach unten, weil der Stahl beim Abkühlen schrumpft.
Wo es eingesetzt wird
Kokillen sitzen in jeder Stranggießanlage direkt unter dem Verteiler. Hitze und Reibung nutzen die Kupferwand ab. Nach einer bestimmten Zahl von Schmelzen wird das Rohr oder die Platte nachgearbeitet, neu beschichtet oder ersetzt.
Typische Ersatz- und Verschleißteile
- Kokillenrohre aus Kupfer nach Format und Radius
- Kupferplatten für Brammenkokillen
- Wasserführungen, Dichtungen und Fußrollen
- Lager und Antriebsteile der Oszillation
Das hilft bei der Anfrage
- Hersteller und Typ der Maschine oder Anlage
- Bezeichnung, Artikelnummer oder Zeichnung des Teils
- Maße, Werkstoff und ein Foto vom Teil oder Typenschild
- Menge und gewünschter Termin
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