Im Ziehstein wird der Draht Schritt für Schritt dünner. Er ist das zentrale Verschleißteil jeder Drahtziehmaschine und bestimmt Durchmesser und Oberfläche des Drahts.

Aufbau und Werkstoffe
Ein Ziehstein hat einen Einlauf, den Ziehkegel, in dem der Draht umgeformt wird, eine zylindrische Kalibrierzone, die den Enddurchmesser festlegt, und einen Auslauf. Winkel und Länge dieser Zonen hängen von Werkstoff und Querschnittsabnahme ab.
Für Stahldraht und gröbere Abmessungen sind Ziehsteine aus Hartmetall üblich, für Kupfer- und Aluminiumdraht in feinen Abmessungen solche aus Natur- oder polykristallinem Diamant. Verschleiß zeigt sich durch Ringbildung im Ziehkegel, wachsenden Durchmesser und schlechtere Drahtoberfläche. Abgenutzte Steine lassen sich oft auf den nächstgrößeren Durchmesser nacharbeiten.
Was eine Anfrage für Ziehsteine enthalten sollte
- Enddurchmesser und Toleranz
- Drahtwerkstoff und Kernwerkstoff des Steins
- Fassungsmaße, also Außendurchmesser und Höhe
- Ziehkegelwinkel, wenn vorgegeben
- Menge je Durchmesser, gern als Satz für die Ziehfolge
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