Auf dem Kopf vieler Stahlschrauben steht eine Festigkeitsklasse. Sie sagt, wie viel die Schraube trägt, und darf beim Ersatz nicht unterschritten werden.

So lesen Sie die Festigkeitsklasse
Nach ISO 898-1 ergibt die erste Zahl mal 100 die Nennzugfestigkeit in Megapascal, das Produkt beider Zahlen mal 10 die Nenn-Streck- bzw. Dehngrenze. Eine Schraube 8.8 hat also nominell 800 Megapascal Zugfestigkeit und 640 Megapascal Dehngrenze, eine 10.9 hat 1000 und 900; die Mindestwerte der Norm liegen etwas darüber. Die Mutter sollte mindestens die passende Klasse haben, etwa 8 zu 8.8 und 10 zu 10.9.
Hochfeste Schrauben ab 10.9 sind bei galvanischer Verzinkung anfällig für Wasserstoffversprödung; hier werden oft Zinklamellenüberzüge verwendet. Edelstahlschrauben werden nach ISO 3506 anders bezeichnet, etwa A2-70 oder A4-80.
Was eine Anfrage für Schrauben enthalten sollte
- Norm oder Bauform, Gewinde und Länge
- Festigkeitsklasse oder Edelstahlsorte
- Oberfläche, etwa verzinkt oder Zinklamelle
- passende Muttern und Scheiben
- Menge je Abmessung
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